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Mein 8wöchiges Praktikum neigt sich mittlerweile dem Ende zu und mein Projekt, die Küchenrevision, steht ebenfalls kurz vor dem Abschluss. Im Zuge dessen habe ich ein kleines Notiz-Heft mit Rezepten entdeckt. Die Handschrift war leider nicht sehr leserlich und zudem noch in der alten Sütterlin-Schrift gehalten.
Glücklicherweise hatte ich im Rahmen meines Geschichtsstudiums bereits ein Seminar über frühere Handschriften belegt. Dadurch war es mir nach etwas Einarbeitungszeit möglich die meisten Rezepte zu entziffern. Zwei davon habe ich nun ausgewählt, um sie hier im Blog vorzustellen. Diese habe ich ohne Anpassungen übernommen, selbst die Formatierung blieb unangetastet, um so nah wie möglich am Original-Text zu bleiben.
Eine Garantie auf gutes Gelingen oder Geschmack kann ich nicht geben, freue mich aber über jeden kommentierten Versuch:

Kalbsbrust

Die Kalbsbrust gewaschen
u mit Salz einreiben
nun Tasche hinein
schneiden und darin
folgende Füllung tun.
4 eingeweichte Brötchen
1/8 Butter 2 Eidotter
1 ganzes Ei, Salz, Pfeffer,
1 Hand voll gehackte
Mandeln, 1 Hand voll
Corinten, 1/2 geriebene
Citronenschale, Kalbsbr.
aufrollen u zunähen.
in steigender Butter,
Scheck ausbraten 1-2
Esslöffel braten, darin
bräunen, und die
Kalbsbrust 1 Std. braten
tüchtig begießen, Sauce
mit Milch u Mehl ge-
quirlt, für Besuch 1/4 Lt.
Sahne.

Götterspeise 4 Por

4 Eidotter 4 Esslöffel
Zucker verrühren,
Schale und Saft von
1/2 Citrone. Schnee
von 4 Eiern, 6 Platten
gelöste Gelatine,
1 Schluck Arrack, oder
Rum.

 

C. Böttcher

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