Schlagwörter

, , , , , ,

StoffmonogrammIm November des letzte Jahres erhielt das Fischer- und Webermuseum ein Konvolut von 102 unterschiedlichen Namenszeichen aus der Zeit des Jugendstils geschenkt, teilweise war nur noch 1 Stück in der ehemaligen Verkaufseinheit enthalten, manchmal aber bis zu 30 Exemplare.

Diese kleinen, 33 auf 26 mm großen Stoffetiketten sind jeweils mit zwei Großbuchstaben bestickt. Dabei sind die Buchstaben genau so übereinander angeordnet, Art_Solodass beide Kombinationen als Namenskennzeichnung zu verwenden sind. Beim linken Beispiel wäre dies OT oder TO.

Wo genau die kleinen Etiketten hergestellt wurden, lässt sich aus der Verpackung leider nicht erschließen und damit ist auch eine genaue Datierung schwer.

Die Etiketten sind maschinell bestickt – Stickmaschinen gab es bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Gestaltung der Etiketten selbst grenzt das Entstehungsdatum jedoch ein – sie dürften grob in der Zeit um 1900 entstanden sein.

Schabl_PinselDie Kennzeichnung der Leibwäsche war früher üblich – das Einsticken von Monogrammen gehörte in den Arbeitsbereich der Aussteuerherstellung. Dabei waren maschinell vorgefertigte Etiketten bereits eine deutliche Erleichterung der Arbeit.

Deutlich häufiger mussten die Mädchen die Monogramme mittels einer Schablone auSchablone_Kreuzstichf den Stoff aufbringen, und dann von Hand einsticken.

Die Schablonen gab es in unterschiedlicher Ausführung – auch für Kreuzstich (siehe rechtes Bild).

Advertisements