25. April – 1. Juni 2014

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25. April – 1. Juni 2014

Der erste Weltkrieg wird von Historikern als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts beurteilt – mit weitreichenden und immensen Folgen für alle Menschen. Auch Wunstorf war, wenn auch fern der Front, aktiv betroffen. Weit über 500 Soldaten aus den heute die Stadt bildenden Ortschaften fielen dem Krieg zum Opfer, hunderte kehrten kriegsversehrt an Körper oder Psyche zurück. Die Zivilbevölkerung litt Hunger, alles war knapp.

Die Auswirkungen des Krieges auf das Stadtgebiet Wunstorf sind Thema einer gemeinschaftlichen Ausstellung von FORUM Stadtkirche, Heimatverein Wunstorf, Stadtarchiv Wunstorf und den Steinhuder Museen. Fischer- und Webermuseum | Spielzeugmuseum.

Behutsam lenkt die Ausstellung den Blick auf die Menschen und ihre Schicksale. Während im Jahr 1914 der Glaube an einen kurzen, siegreichen Krieg herrschte, die Stimmung fast euphorisch war, wandelte sich dies über die langen Kriegsjahre in drückende Ernüchterung. Der Krieg bestimmte den Alltag der Menschen: Schulkinder strickten „Fristenwärmer“ (Pulswärmer) und Socken für die Soldaten an der Front, Tausende von „Hamsterern“ aus den Großstädten kamen aufs Land, um ihre Lebensmittelversorgung aufzubessern, milliardenfach wurden Feldpostbriefe und -pakete kostenfrei verschickt.

Nur wenige kritische Worte über den wahren Zustand an der Front schlüpften durch die Zensur; zumeist waren die Soldaten bemüht, die Sorgen ihrer Familien nicht noch zu verschlimmern. Derweil wurde das Wirtschaftsleben vollständig umgestellt und staatlicher Lenkung unterworfen; fast alle Betriebe, auch etwa die Steinhuder Lederfabrik, produzierten fürs Militär.

Dies sind einige der Themen, denen sich der Steinhuder Teil der Ausstellung „Ehre – Hunger – Tod. Wunstorf und der Erste Weltkrieg“ annimmt. Hier werden ab 26. April folgende Aspekte dargestellt: Alltag vor 100 Jahren, Schule im Ersten Weltkrieg, Steinhuder-Meer-Bahn und Hamstertourismus, Soldatenschicksale im Spiegel von Feldpostbriefen, Krieg im Spiel, Steinhuder Industrie im Ersten Weltkrieg. Die Öffnungszeiten sind im April noch Wochenends und Feiertags, im Mai täglich außer Montags von 13 – 17 Uhr.

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