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Im Jahr 2012 starteten die Steinhuder Museen. Fischer- und Webermuseum | Spielzeugmuseum die Reihe: Sommerkultur am Torfkahn.

Besonderes Anliegen des Museums ist, Kulturperlen in hoher Qualität der Darstellungskunst zu präsentieren – in Einklang mit dem besonderen Reiz unseres wunderschönen und überdachten Innenhofs.

Nach Solotheater und Jazz-/Soulkonzert der letzten Jahre wird es 2014 schaurig-schön.

Donnerstag, 21. August, 20 Uhr:
Stummfilm mit Klavierbegleitung: Nosferatu – Symphonie des Grauens
7 und 5 Euro Eintritt, Karten an der Museumskasse

Die Schattengestalt Graf Orlok, gespielt von Max Schreck, plant sich in der Hafenstadt Wisborg ein Haus zu kaufen. Mit diesem Auftrag lockt er den jungen Makler Hutter in sein Schloss in den Karpaten. Als des Nachts seine blutrünstige Natur durchkommt, sieht Graf Orlok ein Portrait der schönen Ellen, Hutters junger Frau, und entflammt in Liebe – das Unheil nimmt seinen Lauf… Online_Nosferatu_Plakat

Der Stummfilm aus dem Jahr 1922 gilt als erste Verfilmung des Romanklassikers „Dracula“ von Bram Stoker. Regie führte Friedrich Wilhelm Murnau. Die Handschrift dieses Regisseurs ist unverkennbar – der Film gilt als eines der wichtigsten Werke des Kinos der Weimarer Republik.
Und doch brachte er der Produktionsfirma Prana-Film kein Glück. Die Ufa – Kinos zeigten den Film nicht, und so lief er nur in kleinen, unabhänigen Lichtspielhäusern. Damit konnte er kein finanzieller Erfolg werden. Zudem zog Bram Stokers Witwe vor Gericht, und erfocht das Urteil, dass diese nicht autorisierte Version der Geschichte vernichtet werden müsse. Prana-Film ging darüber Bankrott. Schieres Glück verhinderte, dass der Film für immer zerstört wurde – an verschiedenen Orten überdauerten bereits hergestellte Kopien und die in Steinhude gezeigte Version wurde 2005-2006 im Auftrag der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung akribisch entsprechend dem Original wieder hergestellt.

Flügel,2007_onlineAm Klavier begleitet wird der Film von Christoph G. Schmidt. Der in Braunschweig geborene Archäologe lebt aktuell in Schleswig, wo er in seiner zweiten Berufung als Musiker auch die Stummfilmreihen der Casa Cultura Begleitet. Er ist klassisch geschulter Sänger, Organist und Chordirigent. Zeitweise war er Bühnenmusiker in der freien Theaterszene und Mitglied desVocalensemble Kassel. Neben langjähriger Erfahrung in Alter Musik (John-Dowland-Projekte, Heinrich Schütz Exequien, u.a) liegt sein Schwerpunkt heute im Bereich Neue Musik / Avantgarde und Improvisation.

Vorschau:
Teil 2 unserer Sommerkultur am Torfkahn:
Sonntag, 31. August, 18:00:
Barock-Konzert des Bläserkreis Wunstorf
Eintritt frei, um eine Spende für die Arbeit des Museums wird gebeten
Bläserkreis Wunstorf um Gerd Gaubisch in 12-köpfiger Besetzung. Stücke des
17. und 18. Jahrhunderts (Schein, Praetorius, Bach, Telemann u.a.)

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